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Warum wird meine Konifere braun?

Priscilla von Hedgy Heckenpflanzen

Priscilla von Hedgy Heckenpflanzen

Ungefähr 4 Minuten Lesezeit

Wenn die Konifere plötzlich braune Stellen bekommt, beunruhigt das jede Hobbygärtnerin und jeden Hobbygärtner. Wir können Sie beruhigen: In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Probleme, die sich mit der richtigen Pflege beheben lassen und manchmal ist sogar alles in Ordnung. In diesem Artikel erfahren Sie, weshalb sich Ihre Pflanzen verfärben, welche Koniferen-Arten besonders häufig betroffen sind und vor allem, was Sie tun können, wenn die Konifere braun wird.

konifere wird braun

Was sind Koniferen eigentlich?

Nadelbäume, wie man Koniferen auch nennt, sind immergrüne Pflanzen. Dazu zählen beispielsweise Thujen, Kieferngewächse wie Kiefern, Douglasien, Fichten, Lärchen, Tannen oder Zedern, und auch Eiben. Koniferen haben nadelförmige Blätter und bilden Zapfen aus. Viele Koniferen haben flachwurzelnde Systeme. Das macht die Pflanzen besonders empfindlich gegenüber einer zu mageren oder zu üppigen Versorgung mit Wasser und Nährstoffen. Diese Eigenschaft liefert zugleich die Erklärung, weshalb Koniferen bei falscher Pflege schnell braune Nadeln bekommen können.

Wenn Koniferen braun werden

Es gibt verschiedene Ursachen, die dazu führen können, dass Nadelbäume sich braun färben. Nicht immer bedeuten sie, dass die Pflanze krank oder falsch gepflegt ist. Werfen wir nun einen Blick auf die verschiedenen Gründe.

Winterfärbung bei Thuja-Arten

Nicht immer ist die braune Verfärbung von Koniferen ein Alarmzeichen: Viele Thuja-Arten verfärben sich im Winter etwas dunkler. Dieser bronzene oder bräunliche Schimmer ist die natürliche Winterfarbe der Pflanze. Es handelt sich dabei um einen eingebauten Schutzmechanismus gegen Frost und intensive Wintersonne. Diese Winterfarbe ist kein Anzeichen für einen Mangel oder eine Krankheit. Im Frühjahr nehmen die Thujen ihre ursprüngliche grüne Farbe wieder an. Eine Ausnahme stellt die Sorte 'Smaragd' dar. Diese behält ihre charakteristische, leuchtend grüne Farbe in der Regel das gesamte Jahr über. Manchmal ist die Thuja 'Smaragd' jedoch gegenüber kaltem Wind empfindlich und entwickelt deshalb braune Stellen, die aber auch von selbst wieder verschwinden.

Schädliche Ursachen für braune Nadeln

Es gibt aber auch Fehler andere Ursachen, beispielsweise Fehler in der Pflege, die dazu führen können, dass sich Koniferen braun färben. Wir stellen ihnen diese im Folgenden vor:

  • Zu wenig Wasser: Nicht nur im Hochsommer ist das ein bekanntes Problem. Auch bei Frost kann zu wenig Wasser dazu führen, dass die Nadeln austrocknen und braun werden.
  • Mangel an Nährstoffen: Wenn wichtige Mikronährstoffe fehlen, wird die Widerstandskraft der Pflanze geschwächt. Das führt zu Verfärbungen.
  • Überdüngung: Auch umgekehrt wird ein Problem daraus, denn zu viel Dünger kann die Wurzeln verbrennen und so ebenfalls braune Nadeln verursachen.
  • Schimmel und Schädlinge: Pilz- oder Insektenbefall, beispielsweise durch die Miniermotte, schädigt das Holz und lässt die Nadeln auch braun werden.
  • Zu wenig Licht: Insbesondere im Inneren von älteren, breit gewachsenen Koniferen kann das fehlende Licht die Photosynthese einschränken, die so wichtig ist für die Entstehung der grünen Blatt- und Nadelfarbe. Das kann zu Vergilben und Braunfärbung der Nadeln führt. Auch Koniferen, die dauerhaft im Schatten stehen, können unter diesem Problem leiden.
  • Extreme Witterung: Hitze und Trockenheit kann besonders bei älteren Hecken zu Verbrennungen führen.

Rettende Maßnahmen: Pflege der Koniferen

Es gibt einige kurzfristige Sofortmaßnahmen, die gegen die Braunfärbung von Koniferen helfen können und auch eher langfristig angelegte Aktionen, um die Koniferen bestmöglich zu versorgen:

Sofortmaßnahmen

  • Bewässerung: Prüfen Sie die Bodenfeuchtigkeit, indem Sie etwa fünf Zentimeter tief mit dem Finger im Boden fühlen. Ist der Boden trocken, gießen Sie gründlich und großzügig, sodass das Wasser nachhaltig bis zu den Wurzeln vordringt.Eine Tropfbewässerung sorgt beispielsweise für eine gleichmäßige, sanfte Wasserversorgung und reduziert das Risiko von Verbrennungen.
  • Schädlinge: Untersuchen Sie das Blatt- und Astwerk sorgfältig und setzen Sie bei Bedarf natürliche Feinde ein. Miniermotten kann beispielsweise mit Schlupfwespen beigekommen werden. In seltenen Fällen können sie sich dennoch zu einer Plage entwickeln. Dann kann durch natürliche/biologische Bekämpfung dafür gesorgt werden, dass das Gleichgewicht wiederhergestellt wird.
  • Schimmel und Krankheiten: Entfernen Sie abgestorbene Äste, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.
  • Zu wenige Nährstoffe: Geben Sie einen geeigneten Nadelbaum‑Dünger.
  • Zu viele Nährstoffe: Lassen Sie den Dünger weg und gleichen Sie sie gegebenenfalls sogar mit Kalk aus, insbesondere bei der Smaragd‑Thuja.

Langfristige Pflege

  • Nährstoffzufuhr: Verwenden Sie regelmäßig aber maßvoll einen speziellen Nadelbaum‑Dünger oder eine kalkhaltige Düngung, vor allem bei der Smaragd‑Thuja, um den pH‑Wert zu stabilisieren.
  • Jährlicher Formschnitt: Schneiden Sie Koniferen‑Hecken jedes Frühjahr auf die gewünschte Breite, um braune Innenbereiche durch zu wenig Licht und Luft zu vermeiden. Ein wichtiger Hinweis: Die Eibe ist die einzige Konifere, die nach starkem Rückschnitt wieder austreibt.
  • Bewässerung bei Hitze: Installieren Sie eine Tropfbewässerung, um bei extremen Temperaturen Verbrennungen zu reduzieren.

Wenn die Rettung der Konifere nicht mehr möglich ist

Manchmal ist eine Konifere bereits zu stark geschädigt durch falsche oder fehlende Pflege. In solchen Fällen empfehlen wir, die betroffenen Pflanzen aus dem Boden zu entfernen und die Hecke neu anzulegen. Für eine Neuanlage sind fertige Heckenelemente sehr hilfreich. Diese haben eine Breite von ca. einem Meter und werden nebeneinander eingepflanzt. Die Lücken zwischen den Elementen wachsen schnell dicht. Das ist die schnellste Möglichkeit, eine neue Hecke anzulegen.